Alles über Ballaststoffe in der Ernährung von Hunden und Katzen
Ballaststoffe sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von Hunden und Katzen, auch wenn diese von Natur aus Fleischfresser sind (Katzen sind strikte Karnivoren, Hunde eher Omnivoren). Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die im Dünndarm gar nicht oder kaum verdaut werden und daher größtenteils intakt im Dickdarm ankommen. Dort werden sie von Darmbakterien fermentiert, wobei nützliche kurzkettige Fettsäuren freigesetzt werden, die die Darmwand nähren, Entzündungen reduzieren und das gesamte Mikrobiom – die Gesamtheit der guten und schlechten Bakterien im Darm – im Gleichgewicht halten.
Die zwei wichtigsten Arten von Ballaststoffen
- Lösliche Ballaststoffe (z. B. Inulin, Psyllium, Beta-Glucane): Diese lösen sich in Wasser auf, bilden eine gelartige Masse, speichern Feuchtigkeit und verzögern die Magenentleerung. Sie sorgen für ein längeres Sättigungsgefühl, stabilisieren den Blutzuckerspiegel und werden von Bakterien gut fermentiert.
- Unlösliche Ballaststoffe (wie Cellulose, Lignin, Hemicellulose): Diese lösen sich nicht auf, vergrößern das Stuhlvolumen, machen ihn fester und sorgen für eine reibungslosere Passage durch den Darm. Sie helfen vor allem bei einem regelmäßigen Stuhlgang.
Darüber hinaus gibt es fermentierbare Ballaststoffe (die Bakterien nähren und Fettsäuren produzieren) und nicht-fermentierbare Ballaststoffe (die vor allem für das Volumen sorgen). Eine gute Ernährung kombiniert die verschiedenen Arten von Ballaststoffen.
Warum Ballaststoffe gut für Hunde sind
Bei Hunden sorgen Ballaststoffe auf vielfältige Weise für eine stabile und gesunde Verdauung:
- Sie machen den Kot fest und wohlgeformt, was sowohl bei Verstopfung als auch bei (chronischem) Durchfall hilft.
- Sie nähren nützliche Darmbakterien, halten schädliche Bakterien in Schach und unterstützen das Immunsystem durch ein starkes Mikrobiom.
- Bei Diabetes verzögern sie die Aufnahme von Zucker, sodass der Blutzuckerspiegel weniger stark schwankt – ideal für Hunde mit Zuckerkrankheit. Z.B. BF® Weight Control.
- Zur Gewichtskontrolle sorgen sie für Volumen ohne viele Kalorien, wodurch Hunde sich satter fühlen, weniger zum Naschen neigen und leichter ihr Gewicht halten oder abnehmen können. Z.B. BF® Weight Control, Bio Chicken, Geperst Lam und Control mini.
- Zusätzliche Pluspunkte: Sie können Zahnbelag reduzieren (durch mechanische Einwirkung in Trockenfutter), helfen bei einer besseren Entleerung der Analdrüsen und tragen zur allgemeinen Gesundheit bei, einschließlich des geistigen Wohlbefindens.
Häufig verwendete natürliche Quellen in Hundefutter sind Rübenschnitzel, Zellulose, Mais, Bierhefe, Johannisbrot, brauner Reis, Hafer oder Psyllium.
Warum Ballaststoffe für Katzen nützlich sind
Katzen benötigen von Natur aus weniger Ballaststoffe als Hunde, aber ein wenig zusätzlich bewirkt oft viel Gutes:
- Sie regulieren die Darmpassage und den Flüssigkeitshaushalt, wodurch Verstopfung (vor allem bei älteren oder weniger aktiven Katzen) sowie Durchfall/Kolitis verhindert wird.
- Sie helfen dabei, verschluckte Haare besser über den Kot auszuscheiden, anstatt sie als Haarballen zu erbrechen.
- Bei Diabetes verzögern sie die Zuckeraufnahme, was den Blutzucker stabiler hält – besonders wichtig bei kastrierten Katzen, die schnell zunehmen. Z.B. BF® Control Urinary und Senior.
- Sie vermitteln ein Sättigungsgefühl, unterstützen die Gewichtskontrolle und nähren das Mikrobiom, was wiederum gut für das Immunsystem, die Haut und möglicherweise sogar das Verhalten ist. Z.B. BF® Control Urinary, Sensitive und Senior.
- In der Natur nehmen Katzen bereits einige Ballaststoffe über Beutetiere auf (Fell, Knochen, Mageninhalt der Beutetiere), und Studien zeigen, dass ganze Beutetiere einen besseren Stuhl fördern als reines Fleisch.
Quellen in Katzenfutter sind oft Mischungen aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen, Präbiotika, Psyllium (häufig in Haarballen-Ergänzungsmitteln wie BF® Anti-Haarbal, aber auch in unseren Probiotika-Tabletten) oder pflanzlichen Zutaten.
BF® kombiniert gesunde Ballaststoffe
Wir verwenden bei unserem natürlichen und biologischen Hunde- und Katzenfutter verschiedene Ballaststoffquellen, um die Verdauung, den Stuhlgang, die Darmflora und das Sättigungsgefühl zu unterstützen, und kombinieren dabei lösliche und unlösliche Ballaststoffe sowie fermentierbare und präbiotische Ballaststoffe wie:
- Rübenschnitzel (Mischung aus löslich/unlöslich, fermentierbar)
- Johannisbrot (vorwiegend löslich, fermentierbar)
- Inulin (präbiotisch, fermentierbar)
- Bierhefe/MOS (präbiotisch)
- Leinsamen (löslich, schleimbildend)
Wie viel ist genug und worauf sollten Sie achten?
Ein Ballaststoffgehalt von etwa 2–5 % im Futter ist meist eine gute Richtlinie, hängt aber stark vom Tier ab: Alter, Aktivität, Gesundheitszustand (Diabetes, Übergewicht, Darmprobleme) und die Art des Ballaststoffs. Zu wenige Ballaststoffe können zu unregelmäßigem oder wässrigem Stuhl und Verstopfung führen. Zu viele Ballaststoffe können die Aufnahme wichtiger Nährstoffe verringern, Durchfall verursachen, zu mehr Stuhlgang pro Tag führen oder sogar zu Mineralstoffmangel. Auch hier kommt es auf die richtige Balance an.
Wichtiger Tipp: Fügen Sie einem Alleinfuttermittel niemals einfach so zusätzliche Ballaststoffe (wie Psyllium, Kürbis oder Gemüse) hinzu, ohne dies mit Ihrem Tierarzt abzustimmen. Das kann die Ernährung aus dem Gleichgewicht bringen. Wählen Sie lieber ein speziell zusammengestelltes Futter (z. B. für die Verdauung, Gewichtskontrolle oder Diabetes) und stellen Sie langsam (über 1–2 Wochen) um, damit sich die Darmbakterien daran gewöhnen können.
Kurz gesagt: Ballaststoffe sind kein Hauptbrennstoff, sondern ein kluger Helfer für eine reibungslose Verdauung, stabile Zuckerwerte, Sättigung (bei Übergewicht) und eine gesunde Darmflora bei Hunden und Katzen gleichermaßen. Mit der richtigen Balance und der richtigen Art von Ballaststoffen lässt sich das Wohlbefinden Ihres Haustieres spürbar verbessern.
Sollten Sie Fragen haben, können Sie uns jederzeit anrufen: 0512-541920 oder eine E-Mail schreiben: info@bfpetfood.nl