Anaalklieren bij hond en kat: functie, problemen en wat te doen

Analdrüsen bei Hund und Katze: Funktion, Probleme und was zu tun ist

Viele Hunde- und Katzenbesitzer kennen es: das berüchtigte „Schlittenfahren“ (mit dem Hintern über den Boden rutschen), übermäßiges Lecken am Anus oder ein plötzlicher unangenehmer Geruch. Dies wird meist durch Probleme mit den Analdrüsen (Analsäckchen) verursacht. Hier erfahren Sie, was genau dahintersteckt und wie die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Lösung spielen kann.

Was machen Analdrüsen eigentlich?

Analdrüsen sind zwei kleine Säckchen beidseits des Anus. Sie produzieren eine stark riechende, fettige Flüssigkeit, die als „Duftmarke“ zur Reviermarkierung und zur Kommunikation mit anderen Tieren dient. Normalerweise werden diese Drüsen beim Stuhlgang automatisch geleert, da ein fester, kompakter Kot ausreichend Druck auf sie ausübt.

Die Analdrüsen produzieren eine stark riechende Flüssigkeit. Dieser Duftstoff spielt eine Rolle bei:

  • der Kommunikation unter Hunden sowie unter Katzen
  • der Identifikation
  • der Reviermarkierung

Warum entstehen Probleme mit den Analdrüsen?

Probleme entstehen, wenn die Analdrüsen nicht richtig entleert werden. Dies passiert beispielsweise bei:

  • zu weichem oder wechselhaftem Stuhlgang
  • chronischen Darmproblemen
  • Übergewicht
  • einer Fehlstellung der Analdrüsen
  • manche Hunde nehmen sich nicht die Zeit, um in Ruhe Kot abzusetzen, wodurch die Analdrüsen unzureichend geleert werden

Obwohl zu weicher Stuhl der häufigste Auslöser ist, sind die anderen genannten Faktoren ebenfalls erwiesene Ursachen dafür, dass die Analdrüsen nicht richtig geleert werden.

  • Das Problem mit den Analdrüsen entsteht meist, wenn der Kot zu weich oder zu dünn ist. Es fehlt dann der nötige Druck, wodurch sich die Flüssigkeit ansammelt, eindickt und den Ausgang verstopft. Dies führt zu Reizungen, Juckreiz, Schmerzen und manchmal sogar zu Entzündungen oder Abszessen, weshalb der Hund anfängt „Schlitten zu fahren“. Obwohl es bei Hunden häufiger vorkommt, können auch Katzen darunter leiden.
  • Chronische Darmprobleme: Erkrankungen wie IBD (entzündliche Darmerkrankung) oder Futtermittelallergien sorgen nicht nur für wechselhaften Stuhlgang, sondern verursachen auch lokale Schwellungen und Reizungen der Darmwand und um den Anus herum. Dadurch können die engen Ausführungsgänge der Drüsen direkt verstopfen. Hierbei empfehlen wir, eine Ernährung zu wählen, die möglichst wenige (allergische) Reaktionen hervorruft. Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen empfehlen wir hypoallergenes oder getreide- und glutenfreies Futter sowie Probiotika zur Unterstützung bei Darmproblemen.
  • Übergewicht: Hunde und Katzen mit Adipositas haben zusätzliches Fettgewebe um den Anus. Dieses Fett dämpft den mechanischen Druck des Kots, wodurch die Drüsen weniger effektiv ausgepresst werden. Bei übergewichtigen Hunden empfehlen wir Weight Control und Bio Chicken Futter, bei Katzen Control Futter.
  • Fehlstellung der Analdrüsen: Manchmal liegen die Drüsen anatomisch gesehen zu tief oder in einem falschen Winkel. Selbst bei einem perfekt geformten Kot kann dieser dann nicht den richtigen Druck ausüben, um die Flüssigkeit nach außen zu befördern.
  • Hastiger Stuhlgang (Verhalten): Wenn ein Hund gestresst ist, schnell abgelenkt wird oder vom Besitzer gehetzt wird, spannt er den Schließmuskel nicht korrekt oder lange genug an. Dies stört den gesamten physiologischen Prozess der Drüsenentleerung.  
      Zusätzliche Ursachen
      • Zu harter Stuhlgang: Bei extremer Verstopfung kann der Anus so stark verkrampfen, dass die Öffnungen der Analdrüsen regelrecht abgeklemmt werden. 
      • Zu häufiges präventives manuelles Entleeren: Das unnötige Ausdrücken der Drüsen durch beispielsweise einen Hundefriseur stimuliert die Produktion von Flüssigkeit zusätzlich und kann Narbengewebe verursachen.

      WUSSTEN SIE SCHON: In niederländischen Tierarztpraxen haben 5 % der Hunde, die zur Sprechstunde kommen, ein Problem mit den Analdrüsen. Untersuchungen zeigen jetzt, dass 60 % der Hunde mit Analdrüsenproblemen eine reine Fleischfütterung erhielten. Rein fleischbasierte Ernährung bedeutet, ausschließlich Fleisch zu füttern, also ohne Rohfaser.

      Anhaltende Beschwerden

      Bei den oben genannten Symptomen untersucht der Tierarzt die Analdrüsen, einschließlich des Inhalts, und kontrolliert diese auf Flöhe oder Flohallergien, da diese ähnliche Beschwerden verursachen können. Falls erforderlich, werden die Analdrüsen direkt durch den Tierarzt entleert.

      Bei einer schweren Entzündung oder einem Abszess muss der Tierarzt die Analdrüsen öffnen und gründlich spülen. Da dies sehr schmerzhaft sein kann, erfolgt dies oft unter einer leichten Betäubung (Sedierung). Danach bekommt Ihr Haustier eine Antibiotika-Kur sowie entzündungshemmende Medikamente mit nach Hause.

      Kehren die Beschwerden trotz dieser Behandlungen immer wieder zurück? Dann kann die operative Entfernung der Analdrüsen eine dauerhafte Lösung sein. Da dieser chirurgische Eingriff in unmittelbarer Nähe zum Schließmuskel stattfindet, besteht ein sehr geringes Risiko (unter 5 %), dass das Tier nach der Operation den Stuhlgang nicht mehr richtig halten kann.

      Ernährung als natürliche Lösung

      Glücklicherweise können Sie mit der richtigen Ernährung viele Probleme vermeiden oder lindern. Drei wichtige Optionen sind zusätzliche Ballaststoffe, Probiotika und Kaolinit.

      1. Mehr Ballaststoffe für eine natürliche Entleerung
      Ballaststoffe absorbieren Feuchtigkeit im Darm und sorgen für einen größeren, festeren Stuhl. Dies erzeugt genau den Druck, der notwendig ist, um die Analdrüsen ordnungsgemäß auszupressen. Eine gute Option ist ballaststoffreiche Nahrung. Für den Hund empfehlen wir unsere Weight Control und Bio Chicken Futter aufgrund eines hohen Rohfasergehalts von 10 % bzw. 7 %. Beide Futtersorten enthalten zudem Rübenschnitzel. Rübenschnitzel enthalten eine ausgewogene Mischung aus löslichen, fermentierbaren Ballaststoffen (vorwiegend Pektin) und unlöslichen Ballaststoffen. Für die Katze empfehlen wir Control Katze und Sensitive Katze. Man kann auch zusätzlich Flohsamen (Psyllium) hinzufügen. Flohsamen sind auch in unseren Anti-Haarball-Tabletten für Katzen und Probiotika-Tabletten für Hunde und Katzen enthalten. Dies ist oft eine einfache und effektive Lösung.

      2. Probiotika für eine gesunde Darmflora
      Probiotika bringen die Darmbakterien ins Gleichgewicht, wodurch der Stuhl konsistenter wird und chronisch weicher Stuhl abnimmt. Außerdem stärken sie das Immunsystem, was dabei hilft, Entzündungen in den Analsäckchen schneller zu bekämpfen.
      Die Kombination aus Ballaststoffen und Probiotika wirkt oft am besten. Es gibt spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die beides enthalten, wie unsere einzigartigen BF®Probiotika-Tabletten, die für Katzen und Hunde geeignet sind.

      3. Natürliche 3-in-1-Kekse mit Kaolinit
      Da Analdrüsenprobleme oft durch
      zu weichen Stuhl (wodurch die Drüsen unzureichend ausgepresst werden) entstehen, kann ein festerer Kot indirekt helfen. Festerer Stuhl bedeutet eine bessere natürliche Entleerung der Analdrüsen. Die 3-in-1-Gras-&-Kot-Kekse für Hunde enthalten unter anderem Kaolinit (ein natürlicher Ton) und andere funktionelle Inhaltsstoffe. Kaolinit hat eine Reihe vorteilhafter Eigenschaften:
      • Es bindet überschüssige Feuchtigkeit und Toxine im Darm.
      • Es hilft, den Stuhl fester und konsistenter zu machen.
      • Es unterstützt eine normale Verdauung und kann das Fressen von Gras und Kot reduzieren.

      TIPP: Die 3-in-1-Gras-&-Kot-Kekse mit Kaolinit sind auch praktisch für unterwegs (im Urlaub oder bei Ausflügen). Diese unterstützen die Verdauung, helfen, den Magen während der Fahrt ruhig zu halten und sorgen bei Urlaubsstress für einen festen Stuhlgang bei Ihrem Hund.

      Wann zum Tierarzt?

      • Regelmäßiges „Schlittenfahren“ oder Lecken
      • Übler Geruch oder Schwellung am After
      • Blut oder Eiter
      • Verändertes Verhalten (Schmerzen beim Kotabsatz)

      Zusammenfassend

      Verstopfte Analdrüsen und Analdrüsenentzündungen bei Hunden und Katzen sind unangenehm, lassen sich jedoch mit dem richtigen Ansatz oft gut vermeiden. Fester Kot, eine gesunde Darmflora und gezielte Unterstützung bilden die Grundlage. Bei wiederkehrenden Problemen ist es ratsam, die Drüsen untersuchen und gegebenenfalls leeren zu lassen. Die Ernährung allein löst zwar nicht immer alles, sorgt aber oft für eine hervorragende Unterstützung und Prävention.

      Für weitere Informationen senden Sie eine E-Mail an: info@bfpetfood.nl oder nutzen Sie die Kontaktseite.
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