Individuelle Ernährung, optimale Gesundheit
Die Ernährung von Hunden hat im Laufe der Jahre eine große Entwicklung durchgemacht. Während Hunde früher vor allem Küchenabfälle oder Schlachtreste bekamen, wissen wir dank moderner Forschung heute viel besser, was ein Hund wirklich braucht. Wissenschaftler haben entdeckt, dass Hunde spezifische Nährstoffe in den richtigen Proportionen erhalten müssen und dass diese Bedürfnisse je nach Rasse, Alter und Aktivitätsniveau variieren. Ernährung ist damit zu einem essenziellen Bestandteil von Gesundheit, Wohlbefinden und sogar Verhalten geworden.
Eine wichtige Grundlage für die Bestimmung des Nährstoffbedarfs sind die Richtlinien des National Research Council (NRC). Die ältere Ausgabe von 1974 wird noch oft verwendet, berücksichtigt jedoch kaum individuelle Unterschiede. Die Ausgabe von 1985 ist präziser und arbeitet mit metabolisierbarer Energie (ME). Dabei wird nicht nur das Gewicht des Hundes betrachtet, sondern vor allem das metabolische Gewicht, wodurch deutlich wird, warum kleine Hunde pro Kilogramm Körpergewicht oft mehr Energie benötigen als große Hunde.
Ein Chihuahua von 1 kg und ein Bernhardiner von 115 kg unterscheiden sich enorm, aber ihr Energiebedarf wird durch das metabolische Gewicht (Körpergewicht^0,73 bzw. gerundet ^0,75) besser vorhergesagt. Je größer der Hund, desto niedriger ist der Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht.
Energiebedarf hängt vom Körperbau ab, nicht vom Gewicht
Der tägliche Energiebedarf eines Hundes besteht aus zwei Teilen: dem Grundumsatz und der Energie für Aktivitäten. Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die benötigt wird, um die Basisfunktionen des Körpers aufrechtzuerhalten. Er wird durch Faktoren beeinflusst wie:
- Geschlecht: Rüden haben meist einen etwas höheren Grundumsatz als Hündinnen.
- Alter: Junge Hunde verbrauchen mehr Energie als erwachsene Tiere.
- Körpergröße: Kleine Hunde benötigen relativ mehr Energie als große.
Der gesamte Energiebedarf = Grundumsatz + Energie für Aktivität. Für einen durchschnittlichen Haushund entspricht dies 580 kJ pro kg metabolischem Gewicht.
Lebensstil
Darüber hinaus spielt der Lebensstil eine große Rolle. Ein Haushund, der hauptsächlich spazieren geht und ruht, benötigt viel weniger Energie als ein Arbeitshund, der jagt, Sport treibt oder Wachaufgaben erfüllt. Auch trächtige und säugende Hündinnen haben einen stark erhöhten Energiebedarf. Welpen benötigen in ihrer ersten Lebensphase sogar bis zu zweimal so viel Energie wie erwachsene Hunde.
- Arbeitshunde (Jagd, Wache, Sport) benötigen deutlich mehr Energie.
- Trächtige und säugende Hündinnen haben einen stark erhöhten Bedarf.
- Welpen benötigen bis zu ihrem halben Erwachsenengewicht etwa 2× so viel Energie wie erwachsene Hunde; danach 1,5×.
Arten der Ernährung
Was die Art der Fütterung betrifft, gibt es verschiedene Optionen. Manche Besitzer entscheiden sich für selbst zubereitetes Futter, aber das erfordert viel Wissen, um Mängel oder Überschüsse zu vermeiden. Fertig-Hundefutter ist meist am verlässlichsten, da es präzise zusammengestellt ist, um alle notwendigen Nährstoffe zu enthalten (siehe Fediaf). Zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel sind dann nicht erforderlich und können sogar schädlich sein. Eine Kombination aus Selbstzubereitetem und Fertigfutter kann ebenfalls gut funktionieren, solange die Proportionen stimmen.
Ein komplettes Hundefutter muss bestehen aus:
- Proteinen
- Fetten
- Kohlenhydraten
- Vitaminen und Mineralstoffen
- Spurenelementen
- Ballaststoffen
- Wasser
Proteine
Besonders Proteine spielen eine wichtige Rolle. Sie sind essenziell für den Aufbau von Muskeln, Fell, Enzymen und Hormonen. Tierische Proteine sind besser verdaulich und verwertbar als pflanzliche. Schwer verdauliche Proteine, wie sie in Federn oder Haaren vorkommen, haben kaum Nährwert. Zu wenig Protein kann zu Wachstumsproblemen, einem schlechten Fell und einer verminderten Widerstandskraft führen. Nur Fleisch zu füttern ist jedoch auch nicht ratsam, da dies zum sogenannten All-Meat-Syndrom führen kann, bei dem ein Mangel an Mineralien und Vitaminen ernsthafte Skelettprobleme verursachen kann.
Fette
Fette sind eine wichtige Energiequelle und spielen eine Rolle bei:
- Der Aufnahme fettlöslicher Vitamine.
- Einer gesunden Haut und glänzendem Fell.
- Dem Immunsystem.
Essenzielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 müssen über die Nahrung aufgenommen werden.
Kohlenhydrate
Obwohl Hunde keine großen Mengen an Kohlenhydraten benötigen, liefern sie dennoch:
- Energie.
- Ballaststoffe für eine gesunde Darmfunktion.
- Unterstützung des Stuhlgangs.
Gut verdauliche Kohlenhydrate (wie Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Maisstärke) sind oft besser geeignet als schweres Getreide (Roggen, Gerste, unbearbeiteter Mais). Sie sind nicht per se schlecht, aber weniger geeignet für empfindliche Hunde.
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente
Diese Mikronährstoffe sind unverzichtbar für:
- Knochenaufbau.
- Nervenfunktion.
- Stoffwechsel.
- Widerstandskraft.
Ein Mangel oder Überschuss kann schnell Probleme verursachen, daher ist eine ausgewogene Ernährung essenziell.
Hier finden Sie weitere Informationen zu den Nährstoffbedürfnissen von Labradoodles, Chihuahuas, Labradoren und Golden Retrievern, Französischen Bulldoggen und dem Deutschen Schäferhund.
Zusammenfassend
Zusammengefasst benötigt ein Hund eine ausgewogene Ernährung, die zu seinen individuellen Bedürfnissen passt. Faktoren wie Alter, Rasse, Aktivität und Gesundheit spielen dabei eine große Rolle. Qualitätsfutter bietet meist die verlässlichste Basis, aber egal welche Wahl Sie treffen, es ist wichtig, dass die Nahrung vollständig und ausgewogen zusammengestellt ist. Ein bewusster Besitzer achtet daher nicht nur auf die Inhaltsstoffe, sondern vor allem auf den Nährwert, die Verdaulichkeit und die Eignung für den eigenen Hund.
Für weitere Informationen mailen Sie gerne an: info@bfpetfood.nl oder nutzen Sie die Kontaktseite.