Maagtorsie: hoe verklein je het risico?

Magendrehung: Wie verringert man das Risiko?

Die Magendrehung bei Hunden – medizinisch Magendilatation-Volvulus (GDV) genannt – ist eine Erkrankung, über die viele Halter großer Rassen früher oder später lesen, oft mit einer Mischung aus Besorgnis und Verwirrung. Es ist ein dramatisches Ereignis: Der Magen füllt sich mit Gas und kann sich infolgedessen drehen, wodurch die Blutzufuhr unterbrochen wird. Was es besonders tückisch macht, ist, dass sie plötzlich auftritt und in rasender Geschwindigkeit lebensbedrohlich wird.

Was wissen wir aus der Forschung?

Interessant ist, dass trotz jahrzehntelanger Forschung die Ursache noch immer nicht vollständig geklärt ist. Stattdessen ergibt sich ein immer klareres Bild: Eine Magendrehung ist nicht die Folge eines einzelnen Fehlers, sondern eher ein Zusammenwirken verschiedener Umstände. Denken Sie an einen Hund mit tiefem Brustkorb, der schnell frisst, vielleicht etwas stressanfälliger ist und gerade eine große Mahlzeit hinter sich hat. In einem solchen Moment können die Puzzleteile zusammenfallen.

Bei Rassen wie dem Deutschen Schäferhund spielt der Körperbau eine wichtige Rolle (siehe auch Deutsche Doggen und Setter). Ihr vergleichsweise tiefer und schmaler Brustkorb gibt dem Magen buchstäblich mehr Raum zur Bewegung. Das klingt vielleicht harmlos, aber genau dieser zusätzliche Spielraum kann das Risiko erhöhen, dass sich der Magen dreht. In Kombination mit dem Alter – ältere Hunde sind stärker gefährdet – und einer möglichen genetischen Veranlagung entsteht eine Art „empfindliche Basis“. Weitere Risikorassen sind u. a. Weimaraner, Bernhardiner, Irish Setter, Pudel, Basset, Dobermann etc..

Was die Ernährung und das Fressen betrifft, ist das Bild nuancierter, als oft angenommen wird. Es gibt hartnäckige Überzeugungen, dass zum Beispiel Trockenfutter per se eine Magendrehung verursacht, aber dafür gibt es keine überzeugenden Beweise. Auch nicht für spezifische Futtersorten. Die Art des Futters scheint weniger wichtig zu sein als die Art und Weise, wie es verabreicht und gefressen wird. Die Forschung zeigt seit Jahren ein Muster: Hunde, die eine große Mahlzeit pro Tag erhalten, haben ein höheres Risiko als Hunde, deren Futter über den Tag verteilt wird. Das hat wahrscheinlich mit der Futtermenge zu tun, die auf einmal in den Magen gelangt.

Darüber hinaus spielt die Fressgeschwindigkeit eine auffällige Rolle. Manche Hunde schlingen ihren Napf in Sekunden leer und schlucken dabei viel Luft. Das scheint das Risiko einer Magendehnung zu erhöhen. Es ist daher kein Zufall, dass Hilfsmittel, die ein langsameres Fressen fördern, bei Risikorassen heutzutage immer häufiger empfohlen werden. Dasselbe gilt für Ruhezeiten rund um die Mahlzeit. Ein Hund, der kurz nach dem Fressen wild rennt, spielt oder springt, hat schlichtweg eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Magen in eine ungünstige Bewegung gerät.

Ein interessantes Beispiel dafür, wie sich Erkenntnisse ändern können, ist der erhöhte Futternapf. Jahrelang dachte man, ein erhöhter Napf sei besser, unter anderem für die Haltung des Hundes. Spätere Untersuchungen zeigten jedoch, dass dies das Risiko einer Magendrehung möglicherweise sogar erhöht. Heutzutage wird daher meist empfohlen, Hunde ganz normal vom Boden fressen zu lassen, es sei denn, es gibt einen spezifischen medizinischen Grund, dies nicht zu tun.

Ernährung

Auch das Futter selbst wurde untersucht, aber hier sind die Schlussfolgerungen weniger eindeutig. Es gibt Hinweise darauf, dass sehr fettreiche Nahrung einen Einfluss haben könnte, möglicherweise weil Fett die Magenentleerung verzögert. Das bedeutet, dass Futter länger im Magen bleibt, was wiederum zu Gasbildung und Druck beitragen kann. Aber solche Zusammenhänge sind nicht schwarz-weiß und lassen sich schwer von anderen Faktoren wie Portionsgröße und Fressverhalten trennen. Dasselbe gilt für spezifische Inhaltsstoffe: Manchmal werden Zusammenhänge gefunden, aber diese sind selten stark genug, um daraus fundierte Schlüsse zu ziehen.

Verhalten und Emotionen

Was immer deutlicher wird, ist, dass auch Verhalten und Emotionen nicht unterschätzt werden dürfen. Hunde, die ängstlicher oder stressanfälliger sind, scheinen häufiger eine Magendrehung zu entwickeln. Vielleicht weil Stress die Verdauung beeinflusst, vielleicht weil diese Hunde anders fressen oder auf ihre Umgebung reagieren. Wie dem auch sei, es zeigt, dass das Problem weitläufiger ist als nur Ernährung oder Anatomie.

Logisches Bild

Nimmt man alles zusammen, ergibt sich ein praktisches Bild, das eigentlich ziemlich logisch erscheint. Es geht weniger um einen spezifischen „Fehler“, sondern mehr darum, die Anhäufung von Risiken zu verringern. Ein Hund, der ruhig frisst, mehrere kleinere Mahlzeiten erhält, sich nicht direkt nach dem Fressen intensiv bewegt und in einer stabilen, ruhigen Umgebung lebt, hat schlichtweg ein geringeres Risiko, dass alles gleichzeitig schiefgeht.

Konkreter Rat

  • Futter über zwei oder drei Portionen am Tag verteilen, statt einer großen Mahlzeit.
  • Schlingen verhindern, zum Beispiel mit großen Kroketten (z. B. die BF® Giant Krokette) und/oder einem Slow Feeder (Leckmatte).
  • Intensive Bewegung kurz vor und nach dem Fressen vermeiden.
  • Das Futter ganz einfach auf dem Boden anbieten.
  • Extrem fettreiche Nahrung möglichst meiden.

Erhöhtes Risiko

Für Hunde mit einem deutlich erhöhten Risiko – zum Beispiel aufgrund ihrer Rasse oder Familiengeschichte – entscheiden sich manche Halter und Tierärzte sogar für eine präventive Operation, bei der der Magen fixiert wird (Gastropexie). Dies verhindert zwar nicht, dass sich der Magen ausdehnen kann, aber es verhindert, dass er sich dreht, was der gefährlichste Teil des Prozesses ist.

Risiko spürbar verringern

Letztendlich bleibt die Magendrehung eine Erkrankung, die nie vollständig vorhersehbar oder vermeidbar ist. Aber gerade weil wir inzwischen wissen, welche Faktoren eine Rolle spielen, kann man als Halter durchaus Einfluss nehmen. Und vielleicht ist das die wichtigste Botschaft: Nicht alles ist vorherbestimmt, und mit ein paar bewussten Entscheidungen lässt sich das Risiko spürbar verringern.

Für weitere Informationen senden Sie eine E-Mail an: info@bfpetfood.nl oder nutzen Sie die Kontaktseite.

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